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Mindestlohnrechner

Mindestlohnrechner Liege ich über dem Mindestlohn?

16.08.2023
|
Aktualisiert: 01.05.2024

Fragst du dich: 'Liegt mein Gehalt über oder dem gesetzlichen Mindestlohn?', 'Wie hoch ist der aktuelle Mindestlohn?' oder 'Für wen gilt der Mindestlohn?', dann bist du hier richtig. Dieser Mindestlohnrechner bietet dir eine einfache Möglichkeit, dein Jahresgehalt, Monatsgehalt und Stundenlohn zu berechnen und zu überprüfen, ob du mit deinem Gehalt über oder unter dem Mindestlohn liegst. Außerdem bieten wir dir ein paar Hintergrundinfos zum Thema Mindestlohn.

Kennst du schon?

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Monatsgehalt:

Mit diesem Rechner kannst du ermitteln, wie hoch dein Monatsgehalt ist und ob du mehr oder weniger als den Mindestlohn verdienst.

Jahresgehalt:

Mit diesem Rechner kannst du ermitteln, wie hoch dein Jahresgehalt ist und ob du mehr oder weniger als den Mindestlohn verdienst.

Stundenlohn:

Mit diesem Rechner kannst du ermitteln, wie hoch dein Stundenlohn ist und ob du mehr oder weniger als den Mindestlohn verdienst.

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Was ist dieser Mindestlohnrechner?

Dieser Mindestlohnrechner ist ein einfacher und kostenloser Online-Rechner, der dir dabei hilft zu überprüfen, ob dein Gehalt über oder unter dem aktuellen gesetzlichen Mindestlohn oder deinem selbstgewählten Mindestlohn liegt und die Frage beantwortet: 'Liege ich über dem Mindestlohn?

Wie hoch war der gesetzliche Mindestlohn im Jahr 2023?

Vom 01.10.2022 bis zum 31.12.2023 galt ein gesetzlicher Mindestlohn von 12 Euro pro Stunde.

Wie hoch ist der gesetzliche Mindestlohn im Jahr 2024?

Seit dem 01.01.2024 gilt ein gesetzlicher Mindestlohn von 12,41 Euro pro Stunde. Im Jahr 2025 soll der gesetzliche Mindestlohn dann um weitere 41 Cent auf 12,82 Euro pro Stunde steigen.

Tabelle: Wie hat sich der Mindestlohn über die Jahre entwickelt?

Jahr Mindestlohn pro Stunde
2015 8,50 Euro
2016 8,50 Euro
2017 8,84 Euro
2018 8,84 Euro
2019 9,19 Euro
20209,35 Euro
2021 | 01.01.-30.06.9,50 Euro
2021 | 01.07.-31.12.9,60 Euro
2022 | 01.01.-30.06.9,82 Euro
2022 | 01.07.-30.09.10,45 Euro
2022 | 01.10.-31.12.12,00 Euro
202312,00 Euro
202412,41 Euro
202512,82 Euro

Gibt es Berufe oder Branchen, in denen der Stundenlohn besonders hoch oder niedrig ist?

Ja, es gibt Berufe und Branchen, in denen der Stundenlohn deutlich variieren kann. Die Höhe des Stundenlohns hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter:

  • Branche: Berufe in Branchen wie Finanzwesen, Informationstechnologie oder Medizin neigen dazu, höhere Stundenlöhne zu bieten, da sie spezialisierte Qualifikationen und Fähigkeiten erfordern.
  • Bildung und Qualifikationen: Berufe, die eine längere Ausbildung oder spezialisierte Zertifizierungen erfordern, tendieren dazu, höhere Stundenlöhne zu zahlen. Personen mit fortgeschrittenen Abschlüssen oder Qualifikationen haben oft die Möglichkeit, besser bezahlte Positionen zu finden.
  • Region: Der Stundenlohn kann auch stark von der geografischen Region abhängen. In teureren Städten oder Regionen sind die Lebenshaltungskosten oft höher, was zu höheren Löhnen führen kann, um diesen Kosten gerecht zu werden.
  • Nachfrage und Angebot: Die Verfügbarkeit von Arbeitskräften in einem bestimmten Bereich kann den Stundenlohn beeinflussen. Wenn es eine hohe Nachfrage nach Fachkräften gibt und gleichzeitig ein begrenztes Angebot besteht, können die Löhne steigen.
  • Tarifverträge: In einigen Branchen sind Tarifverträge zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften üblich. Diese Verträge legen Mindestlöhne und Lohnerhöhungen fest, die unabhängig von anderen Faktoren gelten.

Für wen gilt der Mindestlohn?

Der gesetzliche Mindestlohn stellt einen einheitlichen und flächendeckenden Mindestlohn für ganz Deutschland dar. Er gilt nahezu für alle Arbeitnehmer, unabhängig vom Bundesland.

Zusätzlich zum allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn existieren in bestimmten Branchen spezifische Mindestlöhne, auch bekannt als Branchenmindestlöhne. Diese werden durch Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern festgelegt, in Tarifverträgen festgeschrieben und für allgemeinverbindlich erklärt. Das bedeutet, dass der Branchenmindestlohn für sämtliche Angestellte einer Branche gilt, selbst wenn der Arbeitgeber nicht an einen Tarifvertrag gebunden ist. Es ist dabei wichtig zu betonen, dass der gesetzliche Mindestlohn weiterhin als absolute Untergrenze für Löhne gilt, selbst in Fällen, in denen Branchenmindestlöhne Anwendung finden.

Wie ist unser Mindestlohn in Deutschland im internationalen Vergleich?

Der Mindestlohn in Deutschland beträgt aktuell (Stand 01/2024) 12,41 Euro pro Stunde. Im internationalen Vergleich gibt es erhebliche Unterschiede beim Mindestlohn. Einige Beispiele:

  • Frankreich: In Frankreich beträgt der gesetzliche Mindestlohn 11,72 Euro pro Stunde.
  • Vereinigte Staaten: In den USA gibt es keinen bundesweiten Mindestlohn. Er variiert von Bundesstaat zu Bundesstaat, wobei der höchste Mindestlohn 7,25 Doller pro Stunde beträgt.
  • Vereinigtes Königreich: Im Vereinigten Königreich liegt der Mindestlohn bei ungefähr 12,17 Euro pro Stunde.
  • Schweden: Schweden hat keinen gesetzlichen Mindestlohn, sondern setzt auf Tarifverhandlungen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften.

Die Unterschiede im Mindestlohn spiegeln die jeweiligen wirtschaftlichen Bedingungen, die Lebenshaltungskosten und die politischen Entscheidungen in den verschiedenen Ländern wider. Der Mindestlohn in Deutschland wird regelmäßig überprüft und angepasst, um den sich ändernden Bedingungen gerecht zu werden.

Welche Folgen haben Mindestlohnerhöhungen?

Mindestlohnerhöhungen können verschiedene Auswirkungen haben:

  • Höhere Einkommen: Die offensichtlichste Auswirkung ist, dass Arbeitnehmer, die den Mindestlohn verdienen, ein höheres Einkommen erhalten. Dies kann zu einer verbesserten finanziellen Situation für diese Arbeitnehmer führen.
  • Armutsbekämpfung: Mindestlohnerhöhungen können dazu beitragen, die Einkommensungleichheit zu verringern und Armut zu bekämpfen, indem sie sicherstellen, dass Arbeitnehmer ein Einkommen oberhalb der Armutsgrenze verdienen.
  • Steigerung der Konsumausgaben: Arbeitnehmer mit höheren Einkommen neigen oft dazu, mehr auszugeben, was zu einer erhöhten Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen führen kann. Dies kann wiederum die Wirtschaft ankurbeln.
  • Anpassungen in Tarifverträgen: In einigen Fällen können Mindestlohnerhöhungen auch zu Anpassungen in Tarifverträgen führen. Gewerkschaften und Arbeitgeber könnten sich aufgrund der Mindestlohnerhöhung dazu veranlasst sehen, Tarifverträge neu zu verhandeln.
  • Kosten für Unternehmen: Mindestlohnerhöhungen können zu höheren Lohnkosten für Unternehmen führen. Dies könnte sich auf die Rentabilität von Unternehmen auswirken, insbesondere in Branchen mit geringen Margen.
  • Arbeitsplatzverluste: Es wird argumentiert, dass zu drastische Mindestlohnerhöhungen Arbeitsplatzverluste verursachen könnten, da Unternehmen möglicherweise gezwungen sind, Mitarbeiter zu entlassen, um die höheren Lohnkosten auszugleichen.
  • Automatisierung: Einige Unternehmen könnten sich entscheiden, vermehrt in Automatisierung zu investieren, um die Lohnkosten zu reduzieren, was langfristig zu einem geringeren Bedarf an menschlicher Arbeitskraft führen könnte.
  • Inflationäre Auswirkungen: Mindestlohnerhöhungen könnten zu höheren Kosten für Produkte und Dienstleistungen führen, was wiederum zu Inflation führen könnte, insbesondere wenn Unternehmen die höheren Lohnkosten auf Verbraucher übertragen.
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Häufig gestellte Fragen:

Soll es demnächst eine weitere Mindestlohnerhöhung geben?

Die nächste Anpassung des Mindestlohns ist für den 1. Januar 2025 geplant. Am 26. Juni 2023 traf die Mindestlohnkommission eine Entscheidung über die Höhe der Anpassung des Mindestlohns. Gemäß dieser Entscheidung wurde der gesetzliche Mindestlohn zum 1. Januar 2024 auf 12,41 Euro erhöht. Zum 1. Januar 2025, wird er auf 12,82 Euro angehoben.

Gibt es Ausnahmen beim Mindestlohn?

Auch beim Mindestlohn gibt es einige Ausnahmen:

  • Jugendliche: Es gibt eine gesonderte Regelung für Jugendliche unter 18 Jahren.
  • Auszubildende: Auszubildende, die eine berufliche Ausbildung absolvieren, haben oft eigene tarifliche Vereinbarungen oder Regelungen, die ihren Lohn betreffen.
  • Praktikanten und Praktikantinnen: Pflichtpraktika im Rahmen von Ausbildung oder Studium sind vom Mindestlohn ausgenommen. Freiwillige Praktika können jedoch unter bestimmten Bedingungen ebenfalls ausgenommen sein.
  • Langzeitarbeitslose: Langzeitarbeitslose in den ersten sechs Monaten ihrer Beschäftigung können unter Umständen von einem reduzierten Mindestlohn profitieren.
  • Selbstständige: Selbstständige und freie Mitarbeiter sind nicht vom gesetzlichen Mindestlohn betroffen.
  • Spezielle Branchen: Es gibt bestimmte Branchen, in denen es tarifliche Ausnahmen oder Regelungen gibt, die den Mindestlohn beeinflussen können.

Welche Argumente werden von Befürwortern und Gegnern eines Mindestlohns häufig angeführt?

Argumente von Befürwortern des Mindestlohns:

  • Armutsbekämpfung: Befürworter argumentieren, dass ein Mindestlohn dazu beiträgt, die Einkommensungleichheit zu reduzieren und Arbeitnehmern ein existenzsicherndes Einkommen zu gewährleisten.
  • Würdige Bezahlung: Sie betonen, dass jeder, der arbeitet, in Würde leben können sollte, und ein Mindestlohn ist ein Schritt in diese Richtung.
  • Stärkung der Kaufkraft: Ein höherer Mindestlohn kann die Kaufkraft der Arbeitnehmer erhöhen, was wiederum die Wirtschaft ankurbeln kann, da mehr Geld in den Konsum fließt.
  • Verringerung der Sozialhilfeabhängigkeit: Ein angemessener Mindestlohn kann die Notwendigkeit staatlicher Sozialleistungen reduzieren, da Arbeitnehmer weniger auf staatliche Unterstützung angewiesen sind.

Argumente von Gegnern des Mindestlohns:

  • Arbeitsplatzverlust: Gegner argumentieren, dass die Einführung eines Mindestlohns dazu führen kann, dass Unternehmen Arbeitsplätze abbauen, um die höheren Lohnkosten auszugleichen.
  • Preisanstieg: Sie behaupten, dass Unternehmen gezwungen sein könnten, die Preise für ihre Produkte oder Dienstleistungen zu erhöhen, um die zusätzlichen Lohnkosten zu decken, was wiederum die Verbraucher belastet.
  • Wettbewerbsfähigkeit: Einige argumentieren, dass ein Mindestlohn die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, insbesondere kleineren Unternehmen, beeinträchtigen könnte, da sie möglicherweise nicht in der Lage sind, die zusätzlichen Kosten zu stemmen.
  • Verlust von Arbeitsplätzen für gering Qualifizierte: Gegner befürchten, dass gering qualifizierte Arbeitskräfte, die weniger produktiv sind, Schwierigkeiten haben könnten, eine Beschäftigung zu finden, wenn der Mindestlohn zu hoch festgelegt wird.
  • Ineffiziente Lösung: Einige argumentieren, dass es effizientere Wege gibt, die Einkommensungleichheit anzugehen, wie z.B. gezielte staatliche Unterstützung, anstatt einen Mindestlohn zu erzwingen.
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